Die Geschichte der Pfarrkirche St. Katharina

10. August 1835: Grundsteinlegung der heutigen Pfarrkirche durch den Dekan des Dekanats Ottersweier Vogler
1837: Fertigstellung der neuen Kirche, bereits ein Jahr vorher wird in der neuen Kirche Gottesdienst gefeiert.
1974: letzte große Umgestaltung des Innenraumes im Sinne der Liturgiereform des II. Vaticanums

Bis in die Gegenwart werden zahlreiche Renovationen durchgeführt, die z.T. recht markante Veränderungen der inneren Ausgestaltung der Kirche mit sich bringen.

Patrone: Hl. Katharina, Sel. Bernhard von Baden, Bruder Klaus
Planung: Johann Ludwig Weinbrenner
Raummaße: Länge 29,5m, Breite 15,5 m, Höhe 9m
Höhe des Turms: 41,60 m (einschließlich Turmkreuz)
Durchmesser des Ziffernblatt der Uhr: 1,71 m
Glocken: Dreifaltigkeits-Glocke, Bernhardus-Glocke, Marien-Glocke, Katharinen-Glocke, Walburgis-Glocke


Katharina von Alexandrien - die Patronin unserer Pfarrkirche

Katharina von Alexandrien (griech., die allzeit Reine), soll zur Zeit des Kaisers Maxentius (305-312) in Alexandria das Martyrium erlitten haben. Die Legende berichtet, dass Katharina in einer Disputation fünfzig heidnische Gelehrte besiegt habe. Da das Rad zerbrach, auf dem sie gerädert werden sollte, wurde sie mit dem Schwert enthauptet. Ihr Leichnam soll von Engeln auf den Berg Sinai getragen worden sein, wo Kaiser Justinian später das berühmte Katharinenkloster erbaute. Seit dem 8. Jahrhundert ist die Verehrung Katharinas auch im Westen nachweisbar. Katharina ist eine der 14 Nothelfer. Die Heilige wird dargestellt in der vornehmen Kleidung einer Königstochter mit Krone, Kreuz, Palme, Buch, Schwert und Rad. Sie ist Patronin der Jungfrauen, Ehefrauen, Hochschulen, Philosophen, Gelehrten, Bibliotheken, Lehrer, Studenten, Schüler, Redner, Buchdrucker, Spinnerinnen, Tuchhändler, Gerber, Schumacher, Wagner, Müller, Friseure, Schiffer und wird angerufen bei Migräne, Krankheiten der Zunge und zur Auffindung Ertrunkener.



Verehrung der heiligen Walburga in Sandweier

Die Anfänge der Verehrung der Hl. Walburga in Sandweier liegen im Dunklen. Man darf annehmen, dass die Wallfahrt zur Walburga-Kapelle seit 1490 recht eifrig gepflegt wurde. Die genauere Berichterstattung über die Wallfahrt erfolgt seit der Wiedererrichtung der Pfarrei im Jahre 1769 .Die Wallfahrt hat in der Folge - auch in Zeiten der Aufklärung - eine wechselvolle Geschichte.
Die Pfarrgemeinde Sandweier besitzt seit ca. 1785 oder auch schon früher zwei Reliquien der Heiligen. Das Wallfahrtfest wird seit 1490 mit Unterbrechungen immer am 1. Sonntag im Mai gefeiert. In einem vom jeweiligen Pfarrer geführten Buch Aufzeichnungen über die Gnadenerweise der Heiligen Walburga in der Pfarrei Sandweier wird von zahlreichen Gebetserhörungen und Heilungen berichtet.
Bis in unsere Gegenwart wird der Wallfahrtstag besonders begangen, sei es durch Festprediger, Verehrung der Reliquien, Reliquien-Prozessionen, Fahrzeugsegnungen. Nach den Gottesdiensten wird das Walburga-Öl aus Eichstätt an darum bittende Pilger ausgegeben, die auf die Hilfe der Heiligen vertrauen.
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